Moin, leeve Lüd Sie haben sich für Großefehn im Fehntjerland als Austragungsort für Ihre VDH-Deutsche Meisterschaft entschieden. Die Entscheidung ist „allerbest“, wie der Ostfriese sagt und wir heißen Sie mit einem herzlichen „Moin“ willkommen. Früher war hier nur Moor, heute ist es eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft mit Moor, Wiesen und Geest – das Fehntjerland. Mit 5 Galerie-Holländer Windmühlen. Mit dem Timmeler Meer. Mit der alten Seefahrtschule in Timmel und dem Fehnmuseum Eiland in Westgroßefehn. Mit Kanälen und Wieken. Mit den weißen Klappbrücken. Mit alten, schönen Kapitänshäusern am Großefehnkanal und drei guterhaltenen Torfschiffen. Mit historischen Gulfhöfen, einer einzigartigen Wallheckenlandschaft und dem Arendshügel, der mit fast 15 Metern die höchste Erhebung im Fehntjerland ist. Was zeichnet nun das Fehntjerland so besonders aus? Kanäle und Wieken sind die unverkennbaren Merkmale der Fehnanlagen als die Lebensadern der damals entstandenen Kolonien. Zum Entwässern der Moore und zum Transport des Torfes in die Städte. Diese Kanäle sind bis heute erhalten und prägen unsere Landschaft. |
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Großefehn hat etwas, das es nirgendwo sonst noch in Ostfriesland gibt: 5 intakte Galerie-Holländer Windmühlen, alle noch gängig und hübsch mit Reet gedeckt. Das sind technische Denkmäler mit faszinierender Technik. Jedes Teil daran ist nämlich ein Unikat. Nichts stammt aus der Serienproduktion. Jedes Zahnrad musste und muss per Hand angefertigt werden. „Galerie“ heißt der umlaufende „Balkon“, von wo aus der Müller die Flügel reparieren konnte. Und Holländer heißen diese Mühlen, weil die Bauart von unseren Nachbarn stammt. Also, unbedingt mal angucken! Man findet sie in Bagband, Spetzerfehn, Ostgroßefehn, Felde und Westgroßefehn. Eine davon soll näher vorgestellt werden: Immer nur die B 72 entlang Richtung Mittegroßefehn und dann rechts einbiegen, dann kommt man nach Spetzerfehn, ein typisches Fehndorf am Spetzerfehnkanal. Hier überragt der dreistöckige Galerie-Holländer aus dem Jahre 1886 von Müllermeister Steenblock wirklich alles. Sie ist die einzige Mühle in Ostfriesland, mit der noch ausschließlich per Windkraft gewerblich gemahlen wird. Und wer als Gast kommt – und der Müller freut sich über Gäste – dem „vertellt“ er Döntjes über Mühlen, Müller und Maschinen. Wenn er dann temperamentvoll beim Erzählen an seinen breiten Hosenträgern schnippt, steigen stilecht kleine Mehlstaubwölkchen auf. |
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Im Timmeler Hafen liegen nicht nur flotte Yachten. Hier warten auch Paddelboote, Tretboote und sogar Motorboote auf Gäste. Was gibt es Typisches in Großefehn zu sehen? In Timmel die Alte Seefahrtschule aus dem Jahre 1862, auch liebevoll „Schipperschool“ genannt. Damals hieß sie „Königliche Navigationsschule“. Hier wurden junge Männer zum Steuermann, Schiffsoffizier und Kapitän ausgebildet. In Westgroßefehn ist das „Fehnmuseum Eiland“, das Heimatmuseum im Fehntjerland. Hier kann die Geschichte Großefehns exakt verfolgt werden: Der erste Spatenstich der vier Emder Bürger im Jahre 1633, die Moorkolonisten, die Großefehngesellschaft, die für die Erhaltung der Kanäle und Schleusen zuständig war, der Schiffbau und die Blütezeit der Seefahrt, die Gründung neuer Fehndörfer, die Mühlen und der Torf, der die entscheidende Rolle bei der Entwicklung Großefehns spielte. Die Arbeitsgeräte zum Abtorfen wie Bunkspaten, Torfspaten, Stechspaten und Torfkarren veranschaulichen, wie schwer die Fehnkolonisten damals arbeiten mussten. Im Fehnmuseum werden auch Modelle der Schiffstypen gezeigt, die hier auf den Werften gebaut wurden: Von der Binnentjalk, dem Törfmuttje also, über Galeoten und Schoner bis zur Kuff. Damals wie heute überqueren weiße Klappbrücken die Kanäle und Wieken. Früher wurden sie per Hand hochgezogen, heute geht alles hydraulisch. |
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Vom feuchten Fehnland mit den Meeden, Kanälen und Wieken kommen wir jetzt in die Geest, die gibt’s in Großefehn auch. Das ist ein ganz anderes Landschaftsbild, nämlich die ostfriesische Wallheckenlandschaft, die einmalig in Europa ist. Stacheldraht und Gitterzäune für das liebe Vieh brauchten die Ostfriesen nicht. Das Problem löste das eigenwilligste Völkchen Deutschlands von jeher viel umweltfreundlicher. Sie errichteten einfach Erdwälle um ihre Wiesen. Obendrauf kamen Setzlinge von Eichen, Buchen, Erlen, Linden, Birken und Haselnusssträucher - so entstand eine dichte Strauchhecke, die das Vieh daran hindern sollte, von den Wiesen auf die Ackerflächen zu laufen. Das war nicht nur praktisch, sondern war und ist auch immer noch schön anzusehen. Im Laufe der Zeit hat sich nämlich daraus eine Parklandschaft mit rund 5.700 Kilometern an Wallhecken entwickelt, denn aus den Setzlingen wurden stattliche Bäume. Hier gibt es überall gut ausgebaute Straßen. Entweder als Asphaltstraßen, als Plattenwege oder zum Teil sogar mit Backsteinen gepflastert. Ausführliches findet man in zwei Karten. Eine Karte vom KV-Verlag über Großefehn mit allen Ortschaften und eine Karte „Van Dörp to Dörp durch’s Fehntjerland“. Mit den schönsten Routen in und um Großefehn bis an die Ems. Beide Karten erhalten die Teilnehmer in der Tourist-Information kostenlos. Gerd Weers und sein Team von der Tourist-Information Großefehn freuen sich auf Ihren Besuch. Die Adresse: |
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